Case Study BSH Group

Das Service Center Samhammer AG der BSH Group

Der Werkskundendienst der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte

Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, die 1967 als Gemeinschaftsunternehmen der Robert Bosch GmbH in Stuttgart und der Siemens AG in München gegrün­det wurde, hat in ihrem Leitbild fixiert, Benchmark der Branche zu sein. Als größ­ter Hausgerätehersteller in Europa und welt­weit füh­ren­des Unternehmen ist die­ses Ziel all­ge­gen­wär­tig. Und das gilt auch für den her­aus­ra­gen­den Service und den Helpdesk.

Durch Qualität, Design, Innovation, Nutzen und Gebrauchswert wol­len wir unse­ren Kunden im täg­li­chen Leben einen Mehrwert geben und sie letzt­end­lich von unse­ren Produkten über­zeu­gen“, erklärt Stephan Schneider, Marketingleiter bei der BSH. „Ein Hausgerät stellt aber nur solange einen Mehrwert dar, solange es funk­tio­niert. Wenn Probleme oder gar Defekte auf­tre­ten, muss dem Kunden schnellst­mög­lich am Helpdesk eine Lösung gebo­ten wer­den kön­nen.“ Um das zu rea­li­sie­ren, beschäf­tigt der Hausgerätehersteller rund 700 Techniker, die ent­we­der im Außendienst große Geräte wie bei­spiels­weise Waschmaschinen, Spülmaschinen oder Kühlschränke repa­rie­ren oder sich in der Zentralwerkstatt um die klei­nen Hausgeräte küm­mern. Zu den Serviceversprechen gehört eine zwei­jäh­rige Gewährleistung auf kos­ten­pflich­tige Reparaturen, eine Verfügbarkeit aller funk­ti­ons­wich­ti­gen Ersatzteile im Zeitraum von zehn Jahren und das dich­teste Servicenetz im Haushaltsgerätebereich in ganz Deutschland.

Hinzu kommt natür­lich die schnellst­mög­li­che Reaktion am Helpdesk auf Kundenwünsche. Ziel ist es des­halb, dass Ersatzteilbestellungen inner­halb kür­zes­ter Zeit beim Händler bezie­hungs­weise beim Kunden ein­tref­fen. Zudem soll der Helpdesk Kundendiensttermine inner­halb von drei Tagen abge­ar­bei­tet sein. Online bestellte Ersatzteile wer­den bei Verfügbarkeit schon am nächs­ten Werktag gelie­fert. Der Vor-Ort-Service erfolgt in der Regel inner­halb von 48 Stunden und tele­fo­nisch ste­hen qua­li­fi­zierte Mitarbeiter am Helpdesk sogar an sie­ben Tagen die Woche rund um die Uhr zur Verfügung.

Der Service kleidet die Marke

Da die Kunden nicht nur die Produkte, son­dern auch den Kundendienst mit dem Markennamen ver­bin­den, ist die Investition in einen hoch­wer­ti­gen Helpdesk fast ebenso wich­tig wie die­je­nige in Produktqualität. „Die Servicequalität wurde in einer von uns durch­ge­führ­ten Kundenumfrage mit Bestnoten bewer­tet“, kom­men­tiert Stephan Schneider. „Das ist umso erfreu­li­cher, als ein guter Helpdesk ein Wettbewerbskriterium dar­stellt. Gerade Hausgerätehersteller aus dem asia­ti­schen Raum arbei­ten fast aus­schließ­lich mit Dienstleistern und unab­hän­gi­gen Reparaturanbietern zusam­men. Demgegenüber steht unser Werkskundendienst, der die Geräte in– und aus­wen­dig kennt. Die Mitarbeiter sind immer auf dem neu­es­ten Stand der Technik und benut­zen die neu­este Software. Hinzu kommt, dass die gewon­ne­nen Erfahrungen und Informationen zu Produktneuheiten durch eigene Trainer an die gesamte Mannschaft und den Helpdesk wei­ter gege­ben werden.“

Im Service Center und am Helpdesk lässt sich dies aller­dings nicht immer umset­zen. Die Auslastung der Mitarbeiter zu bestimm­ten Zeiten wäre zu gering. „Es ist deut­lich kos­ten­güns­ti­ger vor allem in den Nachtzeiten und am Wochenende ein exter­nes Service Center zu nut­zen“, erläu­tert Stephan Schneider. „Umso wich­ti­ger ist es, einen kom­pe­ten­ten Partner für den Helpdesk zu fin­den. Schließlich geht es darum, dass Kunden genauso pro­fes­sio­nell durch das Service Center wie durch die eige­nen Mitarbeiter betreut wer­den. Deshalb haben wir ver­schie­dene Service Center ange­fragt und auch ver­schie­dene Tests durch­ge­führt. Die Samhammer AG konnte unse­ren Anforderungen nicht nur am bes­ten ent­spre­chen, son­dern auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für den Helpdesk bieten.“

Mit intelligenter Helpdesk Software klärt der Agent die Ersatzteile schnell und sicher.

Schnelle Ersatzteilklärung im Service Center der Samhammer AG

Kundennähe im Visier

Die bran­chen­spe­zia­li­sier­ten Serviceleistungen, die Samhammer für den Hausgeräte Helpdesk zur Verfügung stel­len kann, sind umso wich­ti­ger, da es für Kunden mög­lichst keine oder nur geringe Wartezeiten geben soll. Die Anrufbearbeitung im Helpdesk erfolgt an 24 Stunden und 7 Tagen in der Woche. Davon über­nimmt die Samhammer AG zwi­schen 7:30 Uhr und 18:00 Uhr den Über­lauf der Ersatzteilhotline aus München. Hier bestimmt der Bedarf den Einsatz. Die tele­fo­ni­sche Auftragsannahme am Helpdesk für Außendiensttechniker sowie der Kleingerätewerkstatt wird dage­gen Montags bis Freitags in der Nacht zwi­schen 18:00 Uhr und 7:00 Uhr, Samstags ab 13:00 Uhr und Sonntags ganz­tä­gig von Samhammer Helpdesk über­nom­men. Für den Kundendienst in Öster­reich wer­den eben­falls die Wochenenden sowie die Zeiten zwi­schen 17:00 Uhr und 8:00 Uhr abge­deckt. In der Regel arbei­ten die Mitarbeiter des Samhammer Helpdesk also außer­halb der eigent­li­chen Geschäftszeiten. Das höchste Anrufvolumen erfolgt ab 18:00 Uhr sowie Samstags und Sonntags. Die Mitarbeiter des Samhammer Helpdesk müs­sen also wirk­lich alle Anfragen alleine lösen“, so Stephan Schneider. Das ist eine schwie­rige Aufgabe, vor allem da die BSH berech­tig­ter­weise erwar­tet, dass der Service die glei­che Qualität auf­weist, wie sie die Mitarbeiter vor Ort zur Verfügung stel­len. „Das ist natür­lich eine Herausforderung, denn die Agenten bei Samhammer haben keine per­ma­nente Unterstützung durch Trainer oder sons­ti­ges Fachpersonal. Zwar fin­den regel­mä­ßig Meetings statt, bei denen wir uns ent­spre­chend aus­tau­schen, aber trotz­dem han­delt es sich um eine Art‚ lange Werkbank, von der erwar­tet wird, dass sie genauso gut funk­tio­niert wie die eige­nen Mitarbeiter. Die ein­zige Unterstützung in der kon­kre­ten Situation leis­tet die unter­neh­mens­in­terne Ereignisdatenbank, die auch der Samhammer AG für den Helpdesk zur Verfügung steht. Dort wer­den Ereignisse und Fehler doku­men­tiert, so dass jeder die Möglichkeit hat, hier nach spe­zi­el­len Themen oder Antworten zu suchen. Wie gesagt, es ist und bleibt eine Herausforderung, aber der Samhammer Helpdesk macht das aus­ge­spro­chen gut“, erläu­tert Martin Meinersmann, Leiter der Kundendienstregion Deutschland.

Kundendienst ist mehr als Standard

Dabei kön­nen die Fälle, die am Helpdesk bear­bei­tet wer­den, durch­aus nicht immer als Standard bezeich­net wer­den. „Beim Service Center in Hannover wer­den zwar über­wie­gend Reparaturaufträge ange­legt, trotz­dem wer­den bei Kleinigkeiten, die der Kunde selbst lösen kann, keine Techniker aus­ge­schickt“, so Martin Meinersmann. „Solche Fälle wer­den mit Unterstützung der Helpdesk Software per Telefon gelöst. Darunter fällt bei­spiels­weise das Reinigen des Flusensiebs, das Einklinken einer Sicherung oder das Reset des Geräts.“ Das ist ganz im Sinne des Kunden, der sich einen auf­wän­di­gen und zeit­in­ten­si­ven Technikereinsatz spart. Und so kommt an die­ser Stelle laut Martin Meinersmann auch das größte Kundenlob zurück. Er fügt aller­dings hinzu: „Sobald ein Eingriff ins Gerät not­wen­dig ist, kön­nen wir dies aus Sicherheitsgründen nicht mehr zulas­sen. Letztlich ist diese spon­tane Beratung beschränkt auf die Dinge, die auch in der Gebrauchsanweisung ste­hen und aus­drück­lich auch für tech­ni­sche Laien durch­führ­bar sind. Trotzdem ist das natür­lich keine leichte Aufgabe für die Mitarbeiter des Helpdesk. Sie müs­sen wis­sen, wie das jewei­lige Gerät funk­tio­niert. Man kann schließ­lich kei­nem Kunden raten, einen Reset durch­zu­füh­ren, wenn das Gerät elek­tro­me­cha­ni­sche Schaltwerke hat, die man nicht zurück­set­zen kann. Bei der Vielfalt der Geräte muss man schon die rich­ti­gen Produktinformationen haben, damit so etwas funk­tio­niert. Es ist eine unse­rer aktu­el­len Aufgaben die Systemunterstützung für die­ses Thema wei­ter aus­zu­bauen“, erläu­tert Martin Meinersmann.

Martin Meinersmann

Leiter der Kundendienstregion Deutschland

Über Tätigkeiten als Berater in einer Unter-nehmensberatung und als kauf­män­ni­scher Leiter in einer Hotelgesellschaft bin ich seit 1998 in ver– schie­de­nen Funktionen bei der BSH tätig (u.a. Kunden-dienstkaufmann in England, Leiter Controlling Bereich Kundendienst, Leiter Con– trol­ling Produktbereich Kälte, Kaufmännischer Leiter Bereich Kunden-dienst). Seit Juli 2011 als Leiter der Kundendienst– region Deutschland.

Letztendlich ist es aber die pri­märe Aufgabe des Helpdesk die tele­fo­ni­sche Auftragsannahme, Reparaturaufträge anzu­le­gen und idea­ler­weise Wunschtermine zu ver­ge­ben. In die­sem Fall müs­sen Fehlerbeschreibungen in Helpdesk Software ein­ge­tra­gen wer­den. „Das ist nicht immer ein­fach. Der Helpdesk Agent muss den Kunden durch einen dyna­mi­schen Fragebaum füh­ren und aus den Fehlerbeschreibungen des Kunden knappe aber prä­zise Systemfehlerbeschreibungen kre­ie­ren. Anhand der dar­aus gelie­fer­ten Informationen und anhand ihrer Erfahrung müs­sen unsere Vorrüster, alle­samt erfah­rene Techniker, dann ent­schei­den, wel­che Ersatzteile mit­ge­ge­ben wer­den. Deshalb ist eine opti­male Fehlerbeschreibung des Helpdesk sehr wich­tig. Und aus­ge­rech­net an die­ser Stelle kom­mu­ni­zie­ren am Helpdesk keine aus­ge­bil­de­ten Techniker son­dern Menschen ohne tech­ni­sche Spezialausbildung, also Menschen wie Du und Ich. Dank einer aus lang­jäh­ri­ger Erfahrung aus­ge­klü­gel­ter Fragebaumtechnik und einer ziel­ge­rich­te­ten Ausbildung auch der Helpdesk Agent klappt das zumeist her­vor­ra­gend. Die Ersterledigungsquote liegt am Helpdesk bei fast 90%“, kom­men­tiert Martin Meinersmann.

Know-how am Helpdesk als Erfolgskriterium

Das Know-how und die Schulung der Helpdesk Mitarbeiter stan­den aus die­sen Gründen auch von Anfang an im Mittelpunkt der Zusammenarbeit zwi­schen BSH und Samhammer. „Es war schon ein Invest unse­rer­seits, dass die Mitarbeiter des Samhammer Helpdesk soweit ein­ge­ar­bei­tet wer­den, um das alles beherr­schen zu kön­nen“, erklärt Stephan Schneider. So neh­men regel­mä­ßig Trainer an den Statusmeetings teil, die auch kon­trol­lie­ren, auf wel­chem Niveau sich die Mitarbeiter bei Samhammer bewe­gen. Mindestens ein­mal im Jahr fin­det dar­über hin­aus eine tech­ni­sche Helpdesk Schulung statt, bei der die Mitarbeiter auf die aktu­el­len Geräte geschult wer­den. „Dazu muss man sagen, dass auch unsere eige­nen Agenten nicht so tief in die Gerätetechnik ein­ge­führt wer­den. Das wäre nicht wirt­schaft­lich. Entsprechend wich­tig ist dann natür­lich eine pro­fes­sio­nelle Systemunterstützung“, ergänzt Martin Meinersmann.

Schließlich pro­fi­tie­ren die Helpdesk Agenten auch von der jah­re­lan­gen Zusammenarbeit und dem Know-how, das in die­sem Bereich auf­ge­baut wurde. „In der jähr­li­chen Kundenbefragung wurde deut­lich, dass die Kunden, die nicht wis­sen, ob sie im Samhammer Helpdesk lan­den oder von den eige­nen Mitarbeitern unse­res Unternehmens betreut wer­den, sich in bei­den Fällen in glei­chem Maß gut betreut füh­len. Und dabei han­delt es sich um eine schwie­rige Branche mit hohen Anforderungen an den Helpdesk“, resü­miert Stephan Schneider. „Durch die Zusammenarbeit mit Samhammer haben wir die Möglichkeit geschaf­fen, unter wirt­schaft­lich akzep­ta­blen Bedingungen unser Serviceversprechen eines rund um die Uhr geöff­ne­ten tele­fo­ni­schen Call Centers umzusetzen.“

Zitat Herr Meinersmann: „Leben und leben las­sen“ im Sinne von: Jeder hat berech­tigte, indi­vi­du­elle und ggfs. von den eige­nen Vorstellungen abwei­chende Interessen und Lebensvorstellungen und jeder ist dem­ent­spre­chend als Individuum ernst zu neh­men und respekt­voll zu behandeln.

Projektinformation:

  • 24/7 Helpdesk Service
  • Anrufvolumen jähr­lich ca. 330.000 Anrufe
  • 365 Tage im Jahr
  • Groß– und Kleingeräte
  • BSH eigene Syteme
  • KPI
  • Erreichbarkeit: 87 %
  • Sprache: Deutsch

Branche:

  • Hausgerätebranche

Über BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH

Bosch und Siemens Hausgeräte LogoDie BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH ist der größte Hausgerätehersteller in Europa und gehört zu den welt­weit füh­ren­den Unternehmen der Branche. Der Konzern ent­stand 1967 als Gemeinschaftsunternehmen der Robert Bosch GmbH (Stuttgart) und der Siemens AG (München) und erzielte 2010 einen Umsatz von 9,073 Milliarden Euro. Heute hat die BSH 41 Fabriken in 13 Ländern in Europa, USA, Lateinamerika und Asien. Zusammen mit einem Netz von Vertriebs– und Kundendienstgesellschaften sind rund 70 Gesellschaften in 46 Ländern mit rund 43.000 Mitarbeitern für die BSH tätig. www.bshg.com

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