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Viele Unternehmen verstehen den Selfservice erstmal als Kostensenkungspotential oder vermeiden ihn völlig aus Angst, die Kundenbindung zu gefährden. Ein beliebter Versuch ist es einen Ersatzteilkatalog online zu stellen. Meist führt es nach dem ersten Jahr der Euphorie zur Ernüchterung. Die Kunden bestellen noch immer telefonisch. Zum Glück. Dabei steckt viel Potential im Thema Selfservice, wenn man nur mehr in den Schuhen des Kunden wandelt.
Service Center 2008: 276.000 Vorgänge pro Jahr, mit 13 Mitarbeitern -
Service Center 2004: 133.000 Vorgänge, mit 11 Mitarbeitern!
Produktivität, Qualität, Kosten und deren permanente Optimierung sind die täglichen Herausforderungen im Service Center. Besonders bei über Jahre gewachsenen Strukturen. Mit der Regel „Das haben wir schon immer so gemacht“ fallen durchgreifende Veränderungen und damit die Chancen auf eine wirkliche Produktivitätssteigerung schwer. Der Mensch verändert sich aus nur genau 2 Gründen: Lust oder Leid. Wenn ein Service Center outgesourct wird oder gar ein Offshoring stattfindet, ist das Leid besonders groß, aber meist ist es zu spät. Dies muss nicht sein, wie folgendes Beispiel eines Consulting Projekts der Samhammer AG belegt.
Ist es noch zeitgemäß, die erfahrensten Servicetechniker und Ingenieure an die Support-Hotline zu setzen? Experten sind sehr teuer.
Ich denke diese Zeit ist zunehmend vorbei. Ein Kunde von mir, ein Maschinenbauer hatte erst kürzlich den Weggang von 75% seiner Supporter zu verkraften. 2 verliesen das Unternehmen, 2 andere sind mal eben für ein paar Monate ins Elterngeld gegangen. Die ständigen, einfachen Routinefälle und die Beherrschung verschiedener IT-Systeme für die Servicelösung waren anscheinend kein Anreiz…
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